Tourenwoche Valle Maira

Detailinformationen

Datum: So, 01. Mär. 2026
Gruppe: Sektion
Aktivität: Skitour
Schwierigkeit: ZS
Leitung: Ignaz Brunner
Tourauschreibung:
Tourenwoche Valle Maira

Tourenwoche Valle Maira

Tourenbericht

Tourenwoche nach Schneelage steht im Jahresprogramm vom SAC-Lindenberg. Im Alpengebiet «vom Mont Blanc bis Grossglockner» hat es diesen Winter, wenig Schnee und der Schneedeckenaufbau ist sehr schlecht. Dann fällt der viele Schnee mit Lawinenstufe rot = 4 zweithöchste Stufe. Wo will unser Bergführer Ignaz Brunner für die Skitourenwoche ein Hotel buchen? Im Piemont, genauer in den Cottischen Alpen ist die Schneelage ideal und Ignaz entscheidet sich fürs Tal Valle Maira «das vom 67 km langen Fluss Maira durchflossen wird und in den Po mündet. Das Valle Maira ist von Dronero bis zur Französischen Grenze und ca. 80 km nördlich vom Mittelmeer entfernt, wo man über 100 schöne Skitouren unternehmen kann. Neben dem Italienisch sprechen die wenigen Einwohner des Tales Okzitanisch eine Galloromanische Sprache, mit Ursprung im Mittelalter».

Sonntag 1. März            Mit zwei Autos fahren Total 7 Personen bei bedecktem Himmel Richtung Gotthard, Chiasso bis zur Autobahn Raststätte Autogrill Villoresi Ovest «nördlich von Mailand», wo wir gemeinsam einen Verschnauf- und Verpflegungshalt einschalten. Weiter geht die Fahrt über sehr flaches Gebiet via Turin bis Dronero, wo die Berge sich erheben, denn hier fängt das wilde und schmale Tal Valle Maira an und auf einer Kurvenreichen Strasse fahren wir bergauf bis zum Hotel Londra in Acceglio auf 1’220 m. Wir werden vom Hotelier freundlich empfangen und können nach der Autofahrt die Zimmer beziehen. Nach dem Apero werden wir im Speisesaal mit einem 4 Gang Menü verwöhnt.

Montag 2. März            Schnell ist Morgen und um 6.30 Uhr gibt’s Morgenessen. Gestärkt fahren wir bis Lausetto zum kleinen Parkplatz Colombata 1’517 m. Bei gutem Skitourenwetter und nach kurzem Fussmarsch können wir auf die Ski stehen und auf der Alpstrasse geht’s bergauf, über die Brücke und im zick-zack über grosse Alpweiden bergauf zum Vorgipfel Monte Cappel 2’363 m. Nach der kurzen Pause fahren wir mit Fellen ab und anschliessend steil bergauf zum Gipfel vom Monte Rissas 2’740 m. Die Sonne wirkt und gestärkt fahren wir auf der harten Unterlage mit feiner Sulzschicht ohne Steinkontakt hinunter zu den Alpweiden, wo der Schnee etwas weicher ist. Am Schluss auf der Alpstrasse zurück zu den Autos. «Wir waren ganz allein an diesem schönen Berg.» Auch heute werden wir aus dem Keller und der Küche verwöhnt.

Dienstag 3. März            Heute sind wir wieder um 6.30 Uhr beim Morgenessen. Frohgelaunt und mit Sonnenschein fahren wir mit den Autos weiter das Tal hoch bis nach Chiappera zum Campingplatz und Rifugio Campo 1’650 m, wo wir die Autos der Strasse entlang parkieren können. Neben dem Auto können wir auf die Ski stehen und auf der Alpstrasse dem Valle de Maurin entlang steigen wir hoch. Bei der Alp Grande Giarviera zweigen wir ab und von Steilstufe zu Steilstufe steigen wir hoch auf den Gipfel vom Monte Bel Tempo 2’853 m. Hier ist es Windstill, gute Fernsicht und ausser uns sind nur 2 Personen mit Hund auf dem Gipfel. Ignaz führt uns von Steilstufe zu Steilstufe und alle geniessen die Abfahrt zurück zum Auto. Den Durst löschen wir in einem kleinen Beizli, bevor wir zurück zum Hotel fahren. Heute hat sich der Koch wieder ein super Essen für uns 7 plus einer Gruppe von 8 Personen ausgedacht und gekocht.

Mittwoch 4. März            Nach dem Morgenessen fahren wir mit dem Auto wieder wie am Montag bis oberhalb Lausetto auf den Parkplatz Colombata 1’517 m. Wir steigen auf der Alpstrasse hoch zur Kapelle San Maurizio und weiter immer auf schmalen Schneestreifen oder zu Fuss auf der Alpstrasse bis auf ca. 1’750 m. Weiter mit dieser Sonneneinstrahlung schwitzend im zick-zack bis auf den Grat und die letzten Höhenmeter zu Fuss auf den schönen schneefreien Gipfel Monte Ciametto 2’620 m. Auch heute haben wir bei Sonnenschein auf den Südhängen eine super Abfahrt bis die Schneedecke nicht mehr flächendecken vorhanden ist. Auf schmalen Schneestreifen, fahren wir oder zwischendurch Skitragend zum nächsten Schneestreifen. Nach dem Durstlöschen freuen wir uns schon wieder auf die Nachtessen-Überraschung.

Donnerstag 5. März            Heute geht’s auf der Nordseite bergauf, darum verschieben wir das Morgenessen auf 7 Uhr. Vom Hotel fahren wir am unteren Dorfende über die Brücke und in ein Seitental bis Chialvetta 1’494 m. So viele Autos haben wir diese Woche noch nie auf einem Parkplatz gesehen, denn ab hier kann man verschiedene Gipfel mit den Ski besteigen. Zuerst geht’s dem Bach entlang bis Pratorotondo und weiter durch lichten Lärchenwald im zick-zack bergauf bis ca. 2’300 m. Jetzt über Alpweiden bis zum Grat und zu Fuss über den sehr schmalen Schneegrat zum Gipfelkreuz vom Bric Boscasso 2’589 m. Es haben max. 2 Personen stehend Platz auf dem Gipfel. Ausser uns 7 sind nur noch 2 Personen auf dem Grat. Ignaz wählt ein anderes steiles Tal für die Abfahrt. Im Pulverschnee können wir unsere Spuren hinterlassen. Ab 2’100 m bis 1’900 m fahren wir im zick-zack durch einen Bachgraben und durch den Lärchenwald bis 1’750 m zu unserer Aufstiegspur. Weiter in Nähe der Aufstiegsspur entlang zurück bis Chialvetta zum kleinen Alpbeizli, wo wir unseren Durst löschen, bevor wir zurück zum Hotel fahren. Heute dürfen leider zum letzten-mal die guten Italienischen Speisen geniessen.

 

Freitag 6. März            Nach vier Tagen Sonne ist heute morgen der Himmel bedeckt und wir haben uns entschieden nach dem Morgenessen den Heimweg anzutreten. Wir fahren auf der Bergstrasse bergab zum Talausgang Dronero. Rechts ist ebene Landfläche, links die Felswände der Bergregion und so fahren wir nach Saluzzo 310 m um die Altstadt anzuschauen. Nach der Stadtbesichtigung verabschieden wir uns und fahren separat auf der Autobahn via Turin, Chiasso, Gotthard nach Hause, wo wir gegen Abend müde, gesund und unfallfrei eintreffen.

Ignaz: Vielen Dank für Deine nicht leichte Planung, Buchung und Leitung der Skitourentagen in einem Skitouren-, Wander-, Kletter-, Bike- Tourengebiet, das sehr schön, wild und romantisch ist.

Teilnehmende: Schön wars, dass wir die Schönwettertage gemeinsam erleben durften.


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