Schon einige Jahre lang, war immer wieder das Aermighorn für Pfingsten angekündigt, aber immer wieder kam etwas dazwischen- von Wetter über abgerutschte Alpstrasse bis Engpässen mit der Unterunft…. aber diesmal stimmte alles: in der Wettervorhersage perfekte Bedingungen und dank Küses weitreichendem Beziehungsnetz hatten wir die Möglichkeit, unser Pfingstlager auf der Alp Giesenen zu verbringen. Am Samstag startete eine gutgelaunte Gruppe von Mitholz her und erneut dank Küses Organisationstalent konnten die schwerden Lasten der Küche und auch Klettermaterial bis zur Alp transportiert werden.
Nach Bezug der Alphütte wurden schon die unteren Kletterrouten am Aermighorn augecheckt – unter Einsatz ihres Lebens verteidigten die Kletterer ihr Seil gegenüber den eher feindlich gesinnten Ameisen am Routeneinstieg. Zudem gab es Uebungen zur Seilverkürzung, Standplatzbau und Abseilen. Nach einem Spaghettiplausch und gemütlichen Abend versuchten wir möglichst tiefen Schlaf zu finden, für das Highlight am Sonntag.
Nach kurzem Morgenessen starteten wir die steilen Grashänge hoch zum Einstieg des Aermighorn-Westgrates, wo noch einiges an Altschnee lag. Das machte den Uebergang von kalt-nassem Schneefeld zu trockenem Fels nicht ganz einfach.
Während die schnelle Seilschaft nochmals auf die Sonnenterrasse abseilte um mehr Seillängen mitnehmen zu können, „arbeiteten“ sich andere- auf ihrer ersten grösseren Tour – tapfer den Westgrat empor, welcher immer wieder sehr luftige Blicke nach unten ins Tal gewährte.
Auf dem Gipfel gab es nicht nur Aussicht und Gratulationen der Klettergspänli, sonder auch noch einen wunderbaren Kuchen, welcher mit auf den Gipfel geschleppt wurde! Das scheint sich zu einer angenehmen Tradition zu entwickeln…
Vom Klettergipfel ging es weiter dem Grat entlang Richtung Hauptgipfel und über Schneefelder runter auf die grünen Wiesen. Wie weit wir vorher hochgestiegen waren, bekamen nun unsere müden Knie auf dem Abstieg zu spüren!
Das Risotto zum Znacht wurde jedenfalls trotz sehr hohen „Mengenzuschlägen“ vollständig weggeputzt – zum Glück hatte es nochmals einen Kuchen im Dessertangebot.
Am Montag mussten wir die Hütte räumen und reinigen und beluden uns mit unseren Sieben Sachen. Auf dem Weg runter wurde aber nochmals angehalten um fleissig zu geklettern, Routen auszuloten und Selbstaufstieg geübt, bevor uns die brütende Hitze im Tal in Empfang nahm.
Ein wunderbares Bergerlebnis, das schon viele neue Pläne aufblühen liess. Herzlichen Dank an Küse: ohne dich wäre das alles nicht möglich gewesen!
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