3. – 5. Ostertour Arolla – Verbier

Detailinformationen

Datum: Fr, 03. Apr. 2026
Aktivität: Skitour
Schwierigkeit: ZS
Leitung: Markus Gerber
Tourauschreibung:
3. – 5. Ostertour Arolla – Verbier

3. – 5. Ostertour Arolla – Verbier

Tourenbericht

 

Anreise Karfreitag und Aufstieg in die Cabane des Vignettes

 

Samstag: Pigne d’Arolla, Cabane des Dix und am Nachmittag auf die Luette

Am Samstag morgen sind wir nach einem kleinen Frühstück in der Cabanne de Vignettes kurz nach der Dämmerung gestartet. Unsere Tour führte und zuerst dem Felsband nach der Hütte entlang. In kurzer Entfernung konnten wir noch andere Gruppen dank ihren Kopflampen erahnen, bevor sie im zunehmendem Nebel restlos verschwanden. Bevor wir denn effektiven Aufstieg zur Pigne d’Arolla begannen, konnten wir ein letztes Mal die eindrücklich und mäjestätische Hütte sehen. Meter um Meter schoben wir unsere Skier den Berg hoch, nichts ahnend, wie lange es bis zum Gipfel geht. Immer wieder konnten wir ein Felsband sehen und obwohl wir uns stetig näherten mussten, ging es eine ganze Weile, bis wir es erreichten. Nun war es auch nicht mehr weit bis zum Gipfel und als wir diesen erreichten, wollten wir gar nicht lange bleiben, da keine Sicht und viel Wind. Also wechselten wir flott vom Aufstieg in die Abfahrt und als wir fast fertig mit dem umbauen waren, lichtete sich der Nebel und wir konnten das Nebelmeer unter uns sowie die Berge neben uns bestaunen. Nun ging es aber los mit der Abfahrt, die zunächst eisige Abfahrt änderte sich bald und auch die Wegfindung hinunter verbesserte sich quasi minütlich. Bald schon konnten wir andere Gruppen sehen und es waren nicht wenige, eine wahre Volkswanderung, aber stören tat es uns nicht, da wir die einzigen waren, die die wundervolle Abfahrt über de Glacier de Tsena Refien machten. Die Abfahrt war solange, dass es sich sogar mehrfach lohnte eine Pause zu machen, zurück zu schauen und seine Schwünge zu bestaunen. Auch unsere Übernachtung, die Cabane de Dix und die Tour vom Nachmittag La Luette war in Sicht. Nach einer kurzen Gepäckerleichterung in der Hütte nahmen wir unseren letzten Gipfel von heute in Angriff. Der Aufstieg war sehr schweisstreibend, weil die Sonne schon sehr stark war. nach einem langen gemütlichen Aufstieg konnten wir die Skier für die letzten Metern buckeln. Dann eine atemberaubende Aussicht – die erste der Ostertour – auf die walliser Bergwelt, auch der Mont Blanc war in Sicht. Dann die letzte Abfahrt, sulzig aber gut. Danach noch ein wenig die Sonne geniessen, bevor sie unterging und dann Abendessen, bei der wir speisen konnten, wie Könige.

 

 

Ostersonntag: Mont Blanc de Cheilon

Am Morgen des Ostersonntags stand der Gipfel an, dessen eindrückliche Nordwand wir bereits am gestrigen Nachmittag bestaunt hatten. Kurz vor Sonnenaufgang machten wir uns auf den Weg in Richtung Col de Cheilon. Während der ersten halben Stunde konnten wir uns bei angenehmer Steigung gemütlich aufwärmen, bevor der Aufschwung zur Lücke steiler wurde, aber dennoch mühelos machbar.
Oben angekommen, empfing uns der Glacier du Giétro als eine wunderbare, unberührte Weißfläche. Die einzigen beiden Spuren im Schnee führten entweder über den Col du Mont Rouge zur Cabane de Chanrion oder auf den Mont Blanc de Cheilon. Wir entschieden uns für die Letztere.
Vor dem Gletscherbruch seilten wir uns an und stiegen rechts entlang der Felswand auf. Dabei wurden wir von einigen Rennskitourengehern auf ihren schmalen Latten überholt. An den steileren, hart gefrorenen Passagen waren wir mit unseren Harscheisen jedoch klar im Vorteil, sodass wir schließlich etwa zeitgleich am Skidepot ankamen.
Nach einem kurzen Aufschwung zu Fuß standen wir auf dem Wintergipfel und genossen die imposante Rundumsicht. Den Übergang über den Grat zum Sommergipfel schlossen wir aufgrund der felsigen Verhältnisse jedoch schnell aus.
Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns bereit für die Abfahrt. Es war ein Genuss: Wir konnten von oben bis unten perfekte Schwünge in den Schnee ziehen und erreichten am frühen Nachmittag wieder die Hütte. Dort füllten wir unsere Speicher wallisgetreu mit Rösti und Weißwein wieder auf.

 

Ostermontag: Cabane des Dix nach Verbier (auf den Spuren der Patrouille des Glaciers), via Rosablanche


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