Freitag, 17.4.2026 – 1. Tag Tourenbericht von Ursula Stiefel
Bern, 8.30 Gleis 9 – die Teilnehmenden an der diesjährigen Frühlingswanderung von Doris Gasser haben sich gefunden und sind vollzählig – 13 Zwei- und ein Vierbeiner. Nun wird der Rest der Anfahrt nach Gerzensee gemeinsam zurückgelegt.
In diesem kleinen Dorf geniessen wir in einem überraschend modernen Seminarhotel den Startkaffee. Dann ziehen wir los, an einigen Häusern und einem Schlösschen vorbei Richtung Belpberg.
In Kürze befinden wir uns mitten im blühenden Frühling: Gelbe Rapsfelder, gelbe Wiesen voller Löwenzahn und blühende Obstbäume; im Hintergrund die noch schneebedeckten Alpen und blauer Himmel. Der Weg führt vorbei an typischen Berner Bauernhäusern hinauf auf den Belpberg, von wo wir eine wunderbare Aussicht geniessen.
Bei Hohburg steigen wir hinab in die Ebene. Unser jüngster Teilnehmer, der schon den ganzen Tag über auch Geocaching Verstecke gesucht hat, verblüfft uns mit einem solchen Fund an einer Verkehrstafel: Der gesuchte Zettel steckt in einem kleinen magnetischen Metalldöschen, identisch in Form und Grösse der Schrauben der Tafel. Auch hören und sehen wir, dass auf dem Flugplatz Belpmoos rege gelandet und gestartet wird.
Nach der Überquerung der Ebene geniessen wir den Schatten und die wunderbare Auenlandschaft im Vorland der Aare. Im Jägerheim stillen wir unseren Durst, bevor wir das letzte Stück nach Muri BE in Angriff nehmen.
Im Garten des Hotel Sternen, einem mit viel Liebe renovierten Berner Gasthaus, werden wir willkommen geheissen und beziehen dann die schönen, geräumigen Zimmer. Später werden wir mit einem exzellenten Nachtessen mit Bärlauchspezialität verwöhnt.
Samstag, 18.04.2026, von Englisberg nach Mühlethurnen Tourenbericht von Monika Meier
Der Rucksack ist gepackt, bei einem feinen Zmorge Energie getankt und frisch gestärkt steigen wir ins Tram Richtung Bern. Vorbei an hoch gesicherten Botschaften erreichen wir den Bahnhof. Umsteigen und weiter mit den ÖV bis Englisberg.
Gut gelaunt nehmen wir den Gürbetaler Höhenweg unter die Füsse. Kaum ein paar hundert Meter gelaufen, hat unser Geocaching-Experte Luca schon eine Spur. Das Spiel begeistert noch einige mehr und bald ist der «Schatz» gefunden. Bei strahlendem Sonnenschein setzen wir unseren Weg durch Feld, Wald und Wiesen fort. Der Blick schweift immer wieder in die Ferne. Das majestätische Panorama der Berner Alpen fesselt immer wieder unsere Aufmerksamkeit. Die Sicht dürfte etwas klarer sein, aber es ist trotzdem faszinierend. Vorbei an schmucken Weilern, liebevoll geschmückten Bauernhäusern und gepflegten Gärten wandern wir durch die wechselnde Landschaft. Moderate Steigungen und Abstiege prägen den kurzweiligen Weg. Ab und zu erfrischen wir uns an der herrlichen Kühle des Waldes oder sonnen uns im Licht des Tages.
Einen Blick zum Belpberg und wir können nochmals die gestrige Tour Revue passieren lassen. Es gibt stets etwas zu entdecken und wir erfreuen uns an der lieblichen Berner Gegend.
An einem lauschigen Plätzchen nehmen wir unser Picknick ein. «Das gibt es doch nicht!» Unsere Aufmerksamkeit liegt nun voll bei Klara. Sie hat einen seltenen Fund gemacht. Eine Speisemorchel streckt ihren Kopf aus der Wiese. Der Pilz wird gebührend bewundert und beim Gedanken an feine Morchelgerichte, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Erfrischt durch Speis und Trank setzen wir unseren Weg fort. Vorbei an der Felslandschaft Gutenbrunnen erspähen wir oben riesige Sandsteinformationen. Der Wald unterhalb bietet wertvolle Lebensräume für Tier- und Pflanzenwelt. Der Weg führt uns langsam unserem Ziel entgegen. Kurz vor Mühlethurnen tauchen wir in den kurzen, aber wunderbaren Abschnitt des Mülibaches ein. Der wilde Verlauf des Baches erquickt uns mit sprudelndem Wasser und lautem Rauschen. In Mühlethurnen angekommen, löschen wir unseren Durst in einem kleinen herzigen Café. Danach geht es wieder zu unserem Hotel retour. Beim Apero und dem Nachtessen lassen wir den wunderschönen Tag ausklingen.
Sonntag, 19.04.2026 von Bolligen Halen nach Krauchthal Tourenbericht von Monika Meier
Ein letztes Mal tun wir uns am reichhaltige Frühstücksbuffet gütlich und schon müssen wir Abschied nehmen. Der Aufenthalt im Hotel Sternen in Muri b. Bern hat uns sehr gefallen. Nochmals reisen wir mit Tram, Bahn und Postauto zu unserem Ausgangspunkt. Da die Wetterprognosen für Sonntag Regen versprachen, hat Doris die Tour kurzerhand den Gegebenheiten angepasst.
Kontinuierlich steigt der Weg Richtung Ferenberg. Wir haben genügend Zeit einen Augenschein von den landschaftlichen Reizen zu nehmen. Wiesen und leuchtende Rapsfelder zeigen uns den Weg hinauf zum Bantiger. Der Pfad wird anstrengender und wir kommen ins Schnaufen. Der Bantiger Turm weist uns schon von Weitem die Richtung. Ein mit Wurzeln bedeckter Weg trägt uns durch den Wald zu unserem ersten Ziel.
Kurz unterhalb lädt uns eine wunderbare Fernsicht über die Stadt Bern zum Verweilen ein. Bald sind die letzten Meter geschafft und wir stehen vor dem imposanten Fernsehturm. Einige besteigen den Turm bis zur Aussichtsplattform. Es gilt154 Stufen zu erklimmen. Andere erholen sich vom Aufstieg und nehmen ein kleines Znüni zu sich oder streicheln die neugierige und wohlgenährte Katze, die durch die Umgebung streift.
Bald brechen wir auf und wandern gemütlich entlang der Bergkuppe, weit über dem Lindental. Der Wald mit seinen frühlingsgrünen Blättern spendet uns Schatten und lässt uns in einem angenehmen Klima vorwärtsschreiten. Bei einer kleinen Hütte mit Rastplatz genehmigen wir das mitgebrachte Mittagessen. Auf wohltuenden Waldwegen geht es auf dem Bergrücken plaudernd und lachend vorwärts.
Ab Klosterwald wird es abenteuerlich. In steilen Stufen windet sich der Weg an stotzigen Felswänden vorbei bis zu den Fluehüsli. Die zwei in den Fels eingelassenen Wohnhäuser muten etwas tollkühn an, sind aber das ganze Jahr bewohnt. Ein karger Pfad steigt weiter auf- und abwärts und mündet in einen schmalen Grat. Doris hat uns nicht zu viel versprochen. In luftiger Höhe schreiten wir der engen, zum Teil mit Ketten gesicherten Kante entlang. Skurrile Sandsteinformen säumen die ausgesetzte Route. Das allgemeine Echo von allen: so cool! Ein unbeschreibliches Erlebnis.
Das Dorf Krauchtal ist in Sicht und unsere Wanderung neigt sich dem Ende zu. Ein letzter Schluck aus der Trinkflasche und das Postauto und die Bahn bringen uns wieder zurück nach Bern. Dort verabschieden wir die ersten Mitwanderinnen und suchen darauf das Perron 50. Ist der Bahnhof Bern weitläufig! Wir treten die Rückreise an und lassen die vergangenen Tage in unseren Erinnerungen nochmals aufleben.
Danke an Doris für die zehnte, von ihr organisierte Frühlingswanderung, an erlebnisreiche Tage und wie immer perfekte Durchführung.
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