Piz Medel 3210m, Piz Terri 3149m, Rheinwaldhorn 3402m

Detailinformationen

Datum: Mo, 12. Jul. 2021
Aktivität: Hochtour
Schwierigkeit: WS
Leitung: Ignaz Brunner, Silvia Zbinden
Tourauschreibung:
Piz Medel 3210m, Piz Terri 3149m, Rheinwaldhorn 3402m

Piz Medel 3210m, Piz Terri 3149m, Rheinwaldhorn 3402m

Tourenbericht

Schon im Vorfeld wurde diskutiert, ob die Tour überhaupt gemacht werden kann. Doch Ignaz war guten Mutes, er hatte die verschiedenen Wetter-Apps studiert und war zuversichtlich, dass es gut kommt. Leider kam die Front doch stärker als vorhergesagt und so fielen die geplanten Gipfel ins Wasser. Aber der Reihe nach…

 

Montag 12. Juli 2021

Die SAC Teilnehmer/innen Corinne, Regina, Doris, Birgit, Mägi, Roswitha und Kurt, Thomas, Silvia und Ignaz trafen um den Mittag in Disentis ein, wo das Postauto schon wartete und uns nach Curaglia, 1334m, mitnahm. Gleich marschierten wir los bei noch strahlend schönem Wetter. Zuerst einem gemütlichen Bergweg entlang, gesäumt mit Alpenrosen, dann dem Bach folgend durch lichten Bergwald zur Ebene der Alp Sura.  Anschliessend etwas steiler und am Schluss im Zick Zack zur Medelser Hütte, 2524m.

Dienstag 13. Juli 2021

In der Nacht kam die Front bei der Medelser Hütte an. Niemand hat gut geschlafen, der Wind rüttelte an den Wänden mit Getöse, es blitzte taghell, anschliessend grollte der Donner und dann prasselte der Regen und Graupel an die Scheiben. Am Vorabend war entschieden worden, nach langem hin und her, in Anbetracht aller Komponenten, dass wir direkt zur Scalettahütte gehen wollten. Es musste das ideale Zeitfenster gefunden werden. Der Piz Medel war logischerweise gestrichen. Ignaz fasste die Entscheidung: Jetzt gehen wir. Gleich hinter der Hütte ging der blaue Weg bergab auf eine Ebene, weiter Richtung Glatscher da Lavaz und dann in weichen Schnee/ Gletscher in weiten Kurven hoch zum Fuorcla Sura da Lavaz, 2702m. Die Wetterküche brodelte, doch die Gewitter entluden sich erst, als wir über dem Pass und sicher waren. Auf der Ebene unten gab es eine andere Herausforderung. Wie kommt man am besten über einen Bach, der keinen Steg mehr hat? Schlussendlich ging es einfach, Augen zu und rüber. Dann noch ein kurzes Stück ein Tobel hinunter, über den grossen Stein runter kraxeln und wir waren in der Scalettahütte, 2205m.

 

Mittwoch 14. Juli 2021

Es hatte in der Nacht die Gipfel verschneit. Das Wetter war auch noch nicht stabil, so wurde auch der Piz Terri gestrichen. Dafür nahmen wir den Weg auf zur Camona da Terri, 2171m. Über den Passo della Greina, zuerst im Schnee, dann auf der Greina Ebene. Die Greina Ebene fasziniert mit ihrer Weite und mit den kleinen Flüsschen inmitten einem Kranz aus Berggipfeln. In der Terri Hütte stärkten wir uns. Als es weiter ging, oh Wunder, die Sonne schien. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein wanderte es sich gleich leichter. Über die Greina Ebene auf der linken Talseite Richtung Cap la Crusch, 2256m und hinunter zur Capana Motterascio, 2192m, wo die Power Hüttenwartin Julia uns herzlich empfing.

Donnerstag 15. Juli 2021

Wieder nach langem Abwägen und möglichen Varianten wurde entschieden, die Heimreise anzutreten. So nahmen wir nach dem Morgenessen gemütlich den Abstieg zum Luzzone Stausee, 1606m unter die Füsse. Gemächlich über einen Alpweg, dann entlang der Greina Schlucht bis nach Olivone, 902m, hinunter. Von hier traten alle ihren eigenen Heimweg an.

Es war keine einfache Woche mit diesen Wetter-Capriolen. Doch Dank Dir Ignaz haben wir eindrückliche Tage in einem eindrücklichen Tal geniessen dürfen. Trotz Sturm und Regen, ich habe mich immer sicher gefühlt! Dankeschön!

 


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