Monte Rosa Umrundung mit 4 Viertausendern*

Detailinformationen

Datum: Mo, 13. Jul. 2020
Aktivität: Hochtour
Schwierigkeit: WS
Leitung: Ignaz Brunner
Tourauschreibung:
Monte Rosa Umrundung mit 4 Viertausendern*

Monte Rosa Umrundung mit 4 Viertausendern*

Tourenbericht

Montag 13.07.2020

Zum Treffpunkt Mattmark 2204m kamen die SACler Edith, Gaby, Doris, Doris, Mägi, Dimitri, Patrick, Florin und Silvia via Olten/ Bern/ Visp/ Saas-Grund, Post/ zuletzt mit dem Postauto bis zur Endstation, Mattmarkstausee. Nach einer Stärkung und einer kurzen Info von Ignaz, unserem Bergführer, wanderten wir dem Stausee entlang zur Distelalp. Weiter über alte gut erhaltene Walserwege hinauf bis zum Monte Moro-Pass 2852m. Beim Hochlaufen genossen wir die Sonne und den Bergfrühling. Der Pass jedoch empfing uns im grauen Kleid. Der kurze Abstecher zum Gipfel Joderhorn war daher nicht lohnend und wir überquerten den Pass und stiegen gleich zur Seilbahnstation ab, die im dichten Nebel fast nicht zu sehen war. Die Gondelbahn brachte uns in das kleine, schmucke Dörfli Macugnaga 1370m, in dem unser Hotel Signal stand.

Dienstag 14.07.2020

Morgenessen um 6:30. Der Bus soll uns ein Stück der Strecke mitnehmen. Wir dachten schon, der Bus kommt nicht, da erscheint er plötzlich, nimmt uns auf und etwas weiter unten lädt er uns sogleich wieder aus. Wir starten im Weiler bei Borca, am Eingang ins Valle Quarazza. Zuerst vorbei an alten Valser Rusticas, dann weiter über gut erhaltene Säumerwege, ausgestattet mit grossen Steinplatten. Durch lichte, dann dichte mystische Waldpartien wieder mit einer beeindruckenden Blumenpracht, an einer alten Mine vorbei, höher hinauf über die Baumgrenze. Kehre an Kehre, vor der imposanten Monte Rosa Ostwand, welche wir leider nicht sahen, da alles in Nebel gehüllt war. Beim Pass Colle del Turlo 2738m ein kurzer Halt, dann wieder steil runter zum Rifugio Pastore 1575m, welches uns herzlich empfing, gerade rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen.

Mittwoch 15.07.2020

Am Morgen ein kurzer Auf- und dann Abstieg zur Strasse, wo uns der Bus ins Dorf Alagna mitnehmen sollte. Ignaz machte einen kurzen Sprint, da er den Zeitangaben nicht so traute. Wir warteten, bis der Bus kam, „Italienische Fahrpläne“. Im touristischen hübschen Ort Alagna kauften wir etwas zu Essen (Speck) ein, bevor wir zur Luftseilbahn gingen, welche uns schlussendlich bis auf 3200m hoch brachte. Hier empfing uns ein kühler Wind, leider auch wieder der Nebel. Nach kurzem Marsch, wir waren alle überrascht, tauchte das Rifugio di Mantova 3625m auf. Nach Suppe und Ravioli waren alle soweit gestärkt, dass wir die Steigeisen montierten und in Richtung des etwas höher gelegene Rifugio Gnifetti marschierten. Unter dem kurzen Fels-Hüttenaufstieg, der einem Klettersteig ähnelte, teilte sich die Gruppe. Die Ambitionierten wollten doch noch den Versuch wagen, um den ersten 4000er, die Vicentpiramide 4215m zu besteigen. Bei der zweiten Gruppe wurde entschieden, zurück zur Hütte zu gehen. Die Gipfelstürmer erreichten den Gipfel im dichten Nebel, was ihre Freude über den Gipfel nicht trübte, und dann im Schnelltempo wieder zurück zur Hütte, wo sie gerade rechtzeitig zum Abendessen ankamen.

Donnerstag 16.07.2020

Ablaufen am Morgen 5:30Uhr, zuerst über Felsblöcke, dann über Schnee, anschliessend angeseilt über den Gletscher immer höher. Da es Ignaz wichtig war, dass wir alle über das Lisjoch rüberkammen, stiegen wir sehr gemütlich hoch. Denn alternativ gäbe es nur noch die Route über Mailand. In der Nähe des Lisjoch wurde es immer kälter, es pfiff uns ein eisiger Wind entgegen. Es waren einige Seilschaften unterwegs. Oben auf dem Lisjoch waren alle glücklich, die Aussicht auf die umliegenden Gipfel zu geniessen. Beim Balmerhorn gab es einen Fix-Seil-Stau, sodass sich nicht alle der Gruppe die letzten paar Meter auf den Gipfel raufzogen. Das Schwarzhorn war vereist und steil, dieses liessen wir ganz aus. Dafür konnten alle auf der Ludwigshöhe 4341m einander gratulieren. Dann rasch runter in wärmere Zonen über den sehr imposanten und spaltenreichen Grenzgletscher. Am Schluss noch eine ganze Weile über Steinmoränen zur Monte Rosa Hütte 2882m.

Freitag 17.07.2020

Heute konnten wir es gemütlich nehmen, ausser Patrick, der noch andere Gipfelpläne hatte. Um 8:00Uhr Abmarsch über den neuen Hüttenzustieg. Dieser neue Weg geht über Stein-Blöcke, -Wege und -Platten. Dann mit den Steigeisen an den Füssen über den recht zerklüfteten Gornergletscher zur Moräne, weiter über wunderbare Blumenpfade zum Rotenboden 2815m hoch. Beim Rotenboden nahm uns die Bahn nach Zermatt runter, wo sich alle wieder auf den Heimweg machten.

 

Es war eine super schöne, nicht alltägliche Tour, ein grosses Merci an Ignaz für die umsichtige Führung.

 

 

 

 


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