Hochtourentage Berner Oberland

Detailinformationen

Datum der Tour: 07. Aug. 2017
Gruppe: Sektion
Aktivität: Hochtour
Schwierigkeit: ZS
Leitung: , Kurt Stierli
Tourauschreibung:
Hochtourenwoche Berner Oberland

Hochtourentage Berner Oberland

Tourenbericht

Hochtourentage Berner Oberland   Montag 7. bis Donnerstag 10. August 2017

Thomas Bossert unser Bergführer hat eine super Tourenwoche mit verschiedenen Besteigungen im Blüemlisalpgebiet vorbereitet. Der Wetterbericht spricht gegen diese Besteigungen. Dafür hat er in der Mutthornhütte 2’901 m reserviert, denn da gibt es auch Touren die bei zweifelhaftem Wetter durchgeführt werden können.

Montag 7. August. Mit ÖV fahren wir zu siebt (Thomas Bossert unser Bergführer, Kurt und Roswitha Stierli, Daniela Bächli, Hildegard Abt, Patrick Senn und René Schmid) nach Kandertsteg und mit dem Taxibus ins Gasterntal bis Selde 1‘600 m. Mit den vollbeladenen schweren Rucksäcken geht’s der Kander entlang, via uf de Schafgrinde zum Kanderfirn. Es ist blauer Himmel, heiss und schwitzend geht’s über den Gletscher immer bergauf zum Tschingelpass. Durch die Klimaveränderung ist es für uns zu schwierig das Mutthorn zu überschreiten. So gehen wir auf dem Gletscher um das Mutthorn zur Mutthornhütte, wo wir mit einem Empfangsdrink vor der Hütte begrüsst werden. Nach dem super guten Nachtessen ist schnell Nachtruhe.

Dienstag 8. August. Leider ist heute Schlechtwetter angekündigt, darum geht’s morgens früh Richtung Wätterhoren 3’234 m. Ca. 20 Min. unterhalb des Gipfels rechtsumkehrt, retour zur Hütte denn die Wetterfront kommt von Westen wie eine Walze auf uns zu. Kurz vor der Hütte erwischen wir noch einige Regentropfen. Zwei Stunden später = blaue Löcher. Nichts wie los und wir besteigen das Mutthorn 3’034 m. In Regen kommen wir zurück zur Hütte. Anschliessend gibt es Seilhandhabung in der warmen Hüttenstube, wir haben genügend Platz, denn wir sind die einzigen Gäste in der 100 plätzigen Hütte. Auch heute werden wir von Küche und Keller verwöhnt.

Mittwoch 9. August. Morgen ist das Wetter noch gut und so steigen wir über den Kanderfirn hoch Richtung Petersgrat. Nach den Ausläufern des Tschingelhorns, marschieren wir über den Talgletscher zum Einstieg des Tschingelhorns 3’562 m. Mit den Steigeisen Kraxeln wir über Blocksteine, losem Gestein, Schneefelder und leichter Kletterei auf den Grat und weiter mit etwas Neuschnee von der letzten Nacht auf den Gipfel. Kurze Verschnauf- und Verpflegungspause, denn wir müssen den gleichen Weg zurück und das Wetter verschlechtert sich. Wir kommen trocken zurück zur Hütte und können in einem alten Militärstollen die 200 Fässer mit Balsamicoessig welche 5 Jahre gelagert und vom Hüttenwart betreut werden besichtigen. Heute wie die letzten zwei Tage werden wir von der Hüttenmannschaft bestens verpflegt.

Donnerstag 10 August. Neblig, regnerisch und das, schon die ganze Nacht. Darum brechen wir die Tourenwoche ab und in Regenkleidern eingehüllt verlassen wir die Mutthornhütte um über den Kanderfirn hinunter ins Gasterntal abzusteigen. Mit uns sinkt auch die Schneefallgrenze bis auf ca. 1’800 m hinunter und der Regen wir immer heftiger. In der warmen Gaststube können wir Mittagessend auf den Taxibus warten, der uns nach Kandersteg bringt. Mit der BLS und SBB fahren wir zurück ins Freiamt.

Thomas: Vielen Dank, dass du uns vier statt sechs Tage diese schöne Landschaft näherbringen konntest und uns trotz diesen nicht idealen Wetterverhältnissen mit sicherer Hand geführt hast. Hoffen wir auf nächstes Jahr, mit gutem Bergsteigerwetter und auch Verhältnissen.


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